Rund um den Mietvertrag

  • Reparaturen durch den Mieter
  • Wann ist die Wohnung zu renovieren /Schönheitsklauseln?
  • Wann darf der Vermieter die Wohnung besichtigen?
  • Ehe- und Lebenspartner als Mieter
  • Tierhaltung /Schweinehaltung
  • Nutzungsrechte des Mieters
  • Parabolantenne
  • Untervermietung
  • Teilgewerbliche Nutzung von Wohnraum
  • Die zweite Miete
  • Staffelmiete
  • Indexmiete
  • Quotenklauseln
  • Renovierungsarbeiten müssen fachgerecht sein
  • Die verwechselte Wohnung
  • Die gestohlende Einbauküche
  • Rückgabe der Wohnung
  • Vermieterrechte
  • unwirksame Mietvertragsklauseln
  • Die Tücken der Zeitmietverträge
  • DDR- Mietverträge
  • Vermieterpfandrecht

Für die meisten Wohnungen muß der Mieter neben der Nettokaltmiete Vorschüsse für die kalten und warmen Betriebskosten zahlen. Über diese Vorschüsse hat der Vermieter in angemessener Frist abzurechnen. Er muß hierzu die gesamten Betriebskosten zusammenstellen und auch einen sogenannten Verteilerschlüssel, nach dem er diese Kosten verteilt (z.B. nach Wohnfläche oder nach Verbrauch) angeben. Schließlich muß er den vom Mieter für seine Wohnung zu zahlenden Anteil berechnen und dann hiervon die gezahlten Vorschüsse abziehen.

Die Nutzungsrechte des Mieters - Was gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache

Die Hauptpflicht des Vermieters ist es, dem Mieter die Wohnung in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen. Maßgeblich für die Bestimmung des vertragsgemäßen Gebrauches ist zunächst der Inhalt des Mietvertrages, die Regelung in der Hausordnung und gegebenenfalls die Verkehrssitte.

Bekanntlich soll ein Blick in das Gesetz die Rechtsfindung erleichtern.
Wer zu diesem Thema etwas im Gesetz sucht, sucht lange und auch vergeblich. Wer meint, er habe nun die berühmte Gesetzeslücke entdeckt, irrt allerdings auch. Ebensowenig wie der Gesetzgeber, und zu Recht, gere-gelt hat, bei welchem Mangel ein Mieter wieviel Prozent der Miete zurückbehalten (mindern) darf, hat sich der Gesetzgeber auch hier bewußt zurückgehalten, in weiser Erkenntnis, daß ein solcher Versuch nur ein kleinka-riertes, bevormundend wirkendes Ergebnis zeitigen könnte.

Schönheitsreparaturklauseln und ihre Folgen - Mieter kann auch zur Kostentragung herangezogen werden

In Zeiten in denen sich der Wohnraummarkt entspannt hat, ist eine zügige Neuvermietung von Wohnraum vielfach nur dann möglich, wenn die Räume frisch renoviert oder zumindest in einem gut erhaltenen Zustand angeboten werden können.

Tierhaltung - gleiches Recht für alle?

Oder hängt alles vom Vermieter ab?


Viele Menschen können sich ein Leben ohne ihr Tier gar nicht vorstellen. Was jedoch dem einen seine Herzenssache ist, bedeutet dem anderen ein Ärgernis.
Manche Vermieter versuchen deshalb ihrem Mieter jegliche Tierhaltung zu untersagen. Sofern dies in einem Mietvertragsformular so geregelt ist, wäre dies unwirksam, da jedenfalls nach ganz überwiegender Rechtsprechung die Haltung sogenannter Kleintiere, wie Vögel, Zierfischen, Schildkröten, Hamster, Zwergkaninchen oder vergleichbaren Tieren, mit zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung gezählt wird (s. Anm.). Einigkeit besteht des weiteren, dass ein Mieter gefährliche Tiere, egal wie groß sie sind, ohne Erlaubnis des Vermieters in keinem Falle in der Wohnung halten darf. Oft ist ein Vermieter sogar im Hinblick auf seine Fürsorgepflicht gegenüber den übrigen Hausbewohnern verpflichtet, eine solche Tierhaltung zu untersagen, so z.B., wenn sich die Gefährlichkeit des Tieres ohne weiteres gegenüber anderen Hausbewohnern realisieren kann.
Uneinheitlich wird von den Gerichten die Frage beantwortet, ob der Wohnungsmieter eine Katze auch ohne Erlaubnis seines Vermieters in der Wohnung halten darf. Es gibt Gerichte, die zählen die Katze noch zu den Kleintieren und damit zum genehmigungsfreien, vertragsgemäßen Gebrauch. Die Mehrheit der Gerichte schlägt aber die Katzen den Hunden zu und unterwirft sie damit der Genehmigung des Vermieters.

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